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Decker Adolf wird 80Feuerwehrkassier Kostnbauer Adolf aus Kühnried feiert im September 2005 seinen 80. Geburtstag. Siehe dazu nachfolgenden Bericht:

 

 

Adolf Decker,  Amtsbote der Stadt Waldmünchen, der 50 Jahre lang für die Gemeinde tätig war, feiert in Anwesenheit des 1. Bürgermeisters Franz Löffler und Pfarrer Norbert Musiol sein 80. Wiegenfest.

von links: Georg Streck, Oskar Reuter, Bgm. Löffler, Adolf Decker, Pfarrer Norbert Musiol, Josef Wagner, Stadtrat Egid Bauer, Josef Ederer
 
Dazu lud er im Gasthaus Uhrmann Geigant das ganze Dorf Kühnried, die Vertreter der Feuerwehr Katzbach, Pfarrer Norbert Musiol, Stadtrat Egid Bauer  und auch den ersten Bürgermeister Franz Löffler ein.

Und er ist sehr stolz darauf, dass er selbst noch Auto fahren kann. Aus Vorsicht zwar nur geringe Entfernungen, ansonsten nehmen ihn seine Söhne (5 an der Zahl) gerne mit, wenn er Besorgungen zu erledigen hat.

Der Kostnbauer schildert, was er während seiner 50-jährigen Tätigkeit so alles erlebt hat, denn nicht nur die Bürgermeister haben gewechselt (5 an der Zahl), sondern auch die Gemeinden, so war er in der ehemaligen Gemeinde Katzbach und Geigant bereits tätig. Und natürlich wuchs mit der Vergrößerung der Gemeinde der Stadt Waldmünchen auch sein Aufgabengebiet. Manches mal musste er anfangs zu Fuß oder per Pedes seine Dienste verrichten, und zu Winterszeiten war das wahrlich oft nicht einfach, wenn s in der Flur Katzbach einmal von Häuslarn zum Rosshof und wieder zurück ging.  Trotz der langen Dienstjahre hat ihm diese Tätigkeit immer Spaß gemacht. Und Bürgermeister Löffler honorierte das auch mit einem kleinen Geschenk und mit dem Hinweis, dass Adolf immer treu und stets sehr zuverlässig sein Amt ausgeübt hat. Adolf Decker meinte darauf: Ich wusste als Erster immer alles, habe aber andererseits verstanden, gewisse Dinge für mich zu behalten, wenn es notwendig erschien.

Der direkte Kontakt zu den Leuten freute den Adolf sehr und wenn er zurückdenkt, lächelt er manches mal verschmitzt, gibt das ein oder andere kleine Geheimnis nicht preis. Das Ehrenamt hat er immer sehr gern übernommen erzählt er seinen Gästen.

Seine Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit prädestinierten ihn geradezu für die Feuerwehr das Amt des Kassiers und Beitragssammlers zu übernehmen. Weit über 25 Jahre hinweg kümmerte er sich um die Beiträge der Mitglieder, und die Wehrmänner bedankten sich mit einem Geschenkkorb, den Ehrenkommandant Oskar Reuter überreichen durfte.
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Pfarrer Musiol gratulierte dem Jubilar und hatte für das Geburtstagskind eine schöne Zierkerze als Geschenke dabei.

Schon als kleiner Bub musste er im winzigen  Hof in Kühnried mit anpacken. Auch der Krieg verschonte ihn nicht, so wurde er am 2. 5. 1944 nach München eingezogen, und der Weg in der Wehrmacht führte ihn über Kloster Andechs nach Polen. Am 12. 12. 1944 brachen dort die Russen durch und einem Fähnrich hatte er es zu verdanken, dass er noch lebt, denn wegen eines kleinen Unfalls schickte er Decker Adolf in die Heimat zur Genesung. 14 Tage in Bauzen und 3 Wochen in Österreich bei einer Ersatzkompanie musste er am 19. 3. 1945 nach Schlesien, Troppau und wurde dort durch Splitter am Kopf verwundet. Nachdem die Wunden verheilt waren, ging es von dort aus über Brünn. Hier wurde er gefangengenommen und kam mit einem Transport durch die Waldkarpaten und die Wolga entlang nach Astrahan am Kaspischen Meer. Fern von der Heimat, so erinnert sich Adolf, konnte er erstmals Geburtstag feiern, es war sein Zwanzigster, jedoch in russischer Gefangenschaft.  Erst am 27. 11. 1945 kam er in seine geliebte Heimat zurück. 1963 heiratete er Therese Berger aus Hub bei Wiesenfelden, die inzwischen verstorben ist.

So wünschen seine Kinder, die Feuerwehr, der Bürgermeister, der Pfarrer und die ganze Gemeinde dem Jubilar noch viele gesunde und glückliche Jahre im Kreise seiner Söhne.

 

© by Josef Ederer Katzbach 33, Sept. 2005