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HV 81Wiederum fand die Generalversammlung der FFW Katzbach statt. Siehe dazu nachfolgenden Bericht.

 

 

 

Protokoll Hauptversammlung 1981

Schwierigkeiten mit der Alarmierung: Zu einem Brand brauchte man nicht auszurücken

Die FFW Katzbach hielt im Gasthaus Streck ihre Jahresversammlung ab. Erster Vorstand Josef Ederer (Roßbauern Sepp) eröffnete die Versammlung und hieß die Mitglieder sowie Kreisbrandmeister Wolfgang Nagler und Heimatforscher Herbert Weiß willkommen. Der Ablauf der Versammlung mit Tätigkeitsbericht und Kassenprüfung sow

ie die rege Diskussion gab Kunde von einer guten Disziplin, einen sehenswerten Kassenstand und einer aktiven Vorstandschaft mit ebenso aktiven Mitgliedern in einem von dörflichem Gemeinschaftsgeist geprägten Ortsteil der Stadt Waldmünchen.

Erster Kommandant Oskar Reuter gab den Tätigkeitsbericht. Zuerst gedachte er der verstorbenen Mitglieder Josef Buchschmid und Johann Streck. Über das Böllerschießen sagte er, dass nur bei Kriegsteilnehmern geschossen werde. Ein voller Erfolg war der Faschingsball. Dörfliches Leben, originelle Maskierungen durch die Dorfbewohner und Geselligkeit waren hier tragende Momente. Die Anwesenheit des Jagdpächters Willi Puttkammer sowie seine Spenden für die Vereinskasse sind dabei besonders erwähnenswert.

Während des Jahres fanden drei Vorstandschaftssitzungen statt. Das 100-jährige Gründungsfest wird im Jahre 1985 fällig und auf jeden Fall abgehalten. Erste Gespräche über Festplatzfrage und Parkplätze wurden bereits erfolgreich geführt. In diesem Jahr wurden vier Löschgruppen ausgebildet und die Leistungsprüfungen abgenommen. Dies allein zeige, dass die Wehr auf der Erhaltung ihrer Einsatzbereitschaft stetig bedacht sei.

Dank gelte allen, die Zeit und Opfer nicht scheuten, zu den Übungen zu erscheinen. Auch für das nächste Jahr stehe wieder eine Leistungsprüfung an. Die Wehr nahm während des Jahres an den Festen in Willmering, Grafenkirchen und der Fahnenweihe der Ritterschützen Geigant mit starken Abordnungen teil. Außerdem beteiligte sich die Wehr am Volkstrauertag und der Feier des Fronleichnamsfestes in Geigant. Erwähnenswert sei, dass bei öffentlichem Auftreten stets eine rege Beteiligung zu verzeichnen war.

Einladungen für die Feste in Rhanwalting vom 2. bis 5. Juli Gleißenberg vom 4. – 7. Juni und Balbersdorf vom 11. – 14. Juni liegen für das nächste Jahr vor. Zu einem Brand wurde die Wehr nicht gerufen. In der Feuerschutzwoche rückte die Wehr aus nach Rannersdorf. Schwierigkeiten gebe es noch immer in der Alarmierung. Als Ausweg bleibe das Telefon.

An die Stadt Waldmünchen wurde Antrag gestellt auf die Streichung des Schlauchtrockenturmes. Über den Ankauf des Anhängers von Herzogau wurden Gespräche geführt. Eine Zisterne wird auf dem Rosshof notwendig. Der Faschingsball findet wieder im Gasthaus Streck statt.

Die Vereinskasse wurde kaum belastet, da der Jagdpächter Willi Puttkammer aus Berlin wiederum einen guten finanziellen Beitrag leistete. Aus der Kommandantenversammlung konnte Oskar Reuter noch über Neuerungen im Feuerwehrgesetz berichten. Danach bleiben die Ortsfeuerwehren grundsätzlich erhalten, ebenso die Freiwilligkeit. Verdienstausfälle bei Einsätzen erstattet voll der Arbeitgeber, der sich wiederum an die Gemeinde wendet.

Egid Bauer gab nun den Kassenbericht. Die Ausgaben bedingt durch Beerdigungen, Ausrücken, Abschlussfeiern für die Löschgruppen überstiegen die Einnahmen. Es wurde deswegen eine Beitragserhöhung beantragt. Die Kasse wurde geprüft von Alois Mühlbauer jun. und Konrad Neumeier und die Führung in Ordnung befunden. Man einigte sich auf die Heraufsetzung des Beitrages um 2 Mark. Ein Unterschied zwischen aktiven und passiven Mitgliedern wird nicht gemacht.

Kreisbrandmeister Wolfgang Nagler berichtete über Schwierigkeiten bei der Alarmierung. Er dankte insbesondere dem Kommandanten, dass er die Ausbildung der Löschgruppen selbst übernommen habe, da seine Zeit sehr begrenzt sei bei 70 Leistungsprüfungen im Inspektionsbereich Waldmünchen. Er betonte noch, dass bei Bränden die best ausgerüstete Wehr die Führung übernehme. Bis diese eintreffe, liege die Befehlsgewalt bei der Ortswehr, da sie über die Einzelheiten am besten Bescheid wisse. Dabei habe der Kommandant polizeiliche Gewalt, besonders bei Behinderungen durch herumstehende Fahrzeuge und Menschen.

Im Punkt „Wünsche und Anträge“ fand noch eine rege Diskussion statt über Beitragserhöhung, Alarmierung und den Leichenträger. Man beschloss, dass bei Beerdigungen die Wehr ihre Mitglieder selber vom Leichenhaus geleite und ins Grab senke.

© by Josef Ederer Katzbach 33, Dez. 2005