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HV 82Wiederum wurde die Generalversammlung der FFW Katzbach abgehalten, siehe dazu nachfolgenden Bericht:

 

 

 

Protokoll der Hauptversammlung 1982

Im Gasthaus Streck hielt die FFW Katzbach am 11. 12. 1982 ihre Jahresversammlung ab. Statt Gründungsfest ein Kellerfest. Meinungsstreit in der FFW, wie der Geburtstag gefeiert werden soll.

Erster Kommandant Oskar Reuter konnte von einem erfolgreichen Jahr berichten. Die Einatzfähigkeit der Wehr wurde durch Übungen und die Ausbildung von Löschgruppen aufrechterhalten. Einen großen Raum der Besprechungen nahm das geplante Gründungsfest ein. Man kam durch Abstimmung zu dem Ergebnis, anstelle des 100-jährigen Gründungsfestes ein Gartenfest zu veranstalten. Damit ist das für 1985 geplante große Fest vorerst vom Tisch.

Zu Beginn gedachte Oskar Reuter des verstorbenen Mitgliedes Josef Wutz. Vorstand Josef Ederer (Roßbauern Sepp) war wegen Krankheit an der Teilnahme verhindert. Reuter bezeichnete das abgelaufene Jahr als ein erfolgreiches. Die Vorstandschaft hat drei Sitzungen abgehalten. Eine gemischte Löschgruppe wurde ausgebildet und Übungen abgehalten. Man musste zum Ernstfall in Balbersdorf ausrücken. Die Wehr brauchte damals auf keine Alarmierung zu warten, da das Feuer sichtbar war. Die Wehr beteiligte sich am Fronleichnamsfest und am Volkstrauertag in Geigant mit starker Abordnung.

„Ausgerückt“ wurde weiter zu den Festen in Balbersdorf, Gleißenberg und Rhanwalting. In der Feuerwehrschutzwoche brauchte die Wehr nicht auszurücken. Ein Maibaum wurde aufgestellt. Bei der Versteigerung wurde Kritik geübt, da die jüngeren Leute durch Abwesenheit glänzten. Ein Vereinsausflug führte die Wehr nach Tittling bei Passau mit Besichtigung eines Bauernmuseums. Im nächsten Jahr ist eine Fahrt nach Kelheim mit Schifffahrt durch den Donaudurchbruch geplant.

Egid Bauer gab den Kassenbericht, der in Einnahmen und Ausgaben ziemlich ausgeglichen war.

Im kommenden Jahr sind Leistungsprüfungen für drei Löschgruppen vorgesehen. Der Vereins- und Faschingsball findet am 11. 2. 1983 im Gasthaus Streck statt. Für Silvester ist eine musikalische Unterhaltung mit Spanferkelessen anberaumt. Für 1983 liegt eine Einladung für das Fest in Treffelstein vor. Ein Wort des Dankes sprach Reuter der Vorstandschaft und allen Mitgliedern für ihre Tätigkeit aus.

Einen größeren Raum nahm der Bericht über das 100-jährige Gründungsfest ein, das im Jahre 1985 hätte ablaufen sollen. Bei der letzten Vorstandschaftssitzung war es deswegen zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Als kritischer Punkt wäre hier zu nennen, dass als offizielles Gründungsjahr 1891 herausgefunden wurde, obwohl die Fahne das Jahr 1885 nennt. Dieser Punkt wäre aber nicht so entscheidend gewesen, da man dann auch das 90-jährige hätte durchführen können oder das 100-jährige vorverlegen.

 

 

Ein anderer kritischer Punkt ist die Platzfrage, die am Ort erhebliche Schwierigkeiten bringt. Ein dritter Punkt betraf die auf die Wehr zukommende Arbeit und die Frage, ob sich ein großes Fest auch finanziell lohne, da gerade die Umzüge mit den vielen Kapellen große Belastungen brächten.

Oskar Reuter betonte, dass er für ein großes Fest sei. 1959 war man in Katzbach noch imstande, das Fest der Fahnenweihe durchzuführen. Er fragte, sollten wir heute das nicht mehr fertig bringen? Eine Erneuerung der Fahne stehe sowieso ins Haus. Die Ehrungen die für 1985 aufgehoben würden, müssten dann durchgeführt werden. Reuter betonte, dass er für ein großes Fest zur Verfügung stünde, nicht aber für ein Garten- oder Kellerfest. Bauer Egid (Kassier und Stadtrat) wies auf den Beschluss der Vorstandschaft hin, ein kleines Fest zu halten. Es wurde dann geklärt, dass ein kleines Fest ein Fest sei ohne Einladung von Vereinen, ohne Umzug. Nach hitzigen Wortgefechten und Klärung von Sachfragen wurde über den Antrag abgestimmt. Die Mehrheit war für ein kleines Fest.

Kreisbrandinspektor Alfons Wagner sowie Löschmeister Wolfgang Nagler nahmen dann noch Stellung über die Kommandoführung bei Bränden. Zunächst sei der örtliche Kommandant zuständig, später der Kommandant mit dem besten Fahrzeug und dann der ankommende Löschmeister oder ein höherer Vorgesetzter.

© by Josef Ederer Katzbach 33, Dez. 2005