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Feld- und Flurkreuze

Scherbauernkreuz Die Verschiedenartigkeit der Marterln, Feld- und Flurkreuze in der ehemaligen Gemeinde Katzbach sowie deren Standorte und Entstehunggeschichten.

Das Buchschmidkreuz im Dorf

 



Das Bockkreuz bei der Sandwiese,direkt an der Kreisstraße Cham- Waldmünchen. Das alte Bockkreuz wurde durch einen Unfall so stark beschädigt, dass ein neuer Sockel gefertigt werden musste.

 


Vor kurzer Zeit wurde das Bockkreuz nochmals verändert. Es wurde ein größeres Kreuz mit einem Heiland aufgesetzt.

 

Das Damernkreuz. Es steht auf dem Felsen oberhalb der Mühle. Der Platz ist die ehemalige Burg in Katzbach und hat auch eine Geschichte, wie Josef Weiß, der Besitzer erzählt: Im Jahre 1957 erreichte das Anwesen ein anonymer Brief, mit 20 DM Inhalt und der Bitte, doch an dem schönen Ort ein Kreuz zu errichten. Die Besitzer kamen dem Wunsch nach. 

 

Das Scherbauernkreuz, am südlichen Ende vom Weber Hof

 


Das Kreuz auf der Sandwies.

 


Das Kreuz in Kühnried. Direkt neben dem Felsen stand bis kurz nach dem 2. Krieg eine kleine Schupfe, in der die alte Feuerwehrspritze untergebracht war.

 


Das Kreuz zwischen Denzl und Leiglschneider: Es wurde von Johann Lankes (Leiglschneider) errichtet, er hatte gelobt, wenn er vom 1. Weltkrieg wieder lebend nachhause kommt, stellt er ein Marterl auf. (Quelle: Enkel Josef Dankerl Gespräch v. 28.7.2010).

 

Das Kreuz bei Michael und Ernestine Dirscherl zwischen Häuslarn und Kühnried (Häslried)
 
   
Das Kreuz an der alten Häuslarner Straße.

 


Das Kreuz am Armenhäusl Katzbach (Ludmilla Lommer). Es wurde um das Jahr 1959 errichtet von Hubert Lommer, der es aus Dankbarkeit stiftete, weil er aus dem 2. Krieg bzw. aus der Gefangenschaft  wieder heimgekehrt ist.

 


Das Kreuz beim Michlbauer in Häuslarn. Das Kreuz ist momentan abmontiert, da es renoviert wird.

 

Das Kreuz am Bittgang Geigant-Gleißenberg, Roßhof, oberhalb dem Wohnhaus von Rosmarie (heute Christian) Graf. Es ist eines der wenigen Kreuze in der Flur Katzbach von dem die Herkunft bzw. der Zweck des Aufstellens bekannt ist.

 

Hier noch Details des Kreuzes, in Gedichtform ist dargestellt, weshalb hier dieses Kreuz steht. Gewidmet einem Verunglückten, Er wollte mit dem Messer Zweige vom Baum schneiden, stürzte vom Baum und hat sich mit dem Messer so stark verletzt, dass er starb.

 


Das Kreuz an der neuen Straße nach Häuslarn. Auch bei diesem Kreuz ist bekannt, weshalb es hier steht. Kurz nach dem Krieg war an dieser Stelle eine Sandgrube. Ludwig Streck, wurde hier beim Sandschaufeln verschüttet, sodaß nur noch die Hand aus dem Sand ragte. Zufällig wurde er entdeckt und überlebte.

 

Das Kreuz bei der "Häusl Nanni", beim Anwesen Dirscherl Ernestine und Michael.

 

Das Laubankreuz zwischen Kühnried und Bonholz, hier ist ebenfalls bekannt, weshalb das Kreuz aufgestellt wurde. Liselotte Mulz erzählte die Geschichte ihrer Großmutter Katharina Kiesl. Deren Vater war ein sehr gestrenger Mann und an Heilig Abend sollte das damals 3-jährige Mädchen das Vater unser vorbeten. Sie konnte es nicht und der Vater sperrte das Mädchen daraufhin in den Stall. Durch die bittere Kälte ist ihr rechter Arm gefroren und daraufhin hat die Mutter gelobt, wenn das Mädel wieder gesund wird, läßt sie das Kreuz aufstellen. Katharina Kiesls Arm war bis zu ihrem Lebensende verkrüppelt.


Das Buchschmidkreuz am Mühlbierl.

 

Das Kreuz in Eschlmais, beim Hansen.

 

Das Holzkreuz am oberen Roßhof.

 

Das Heitbauern Kreuz am Rosshof, neben dem Wohnhaus der Familie Graf

    Weshalb wurde dieses Kreuz errichtet? Zum Gedenken an die Urgrossmutter von Maximillian Ederer (Heitbauer Max). An dieser Stelle wurde die Frau vom Blitz getroffen und starb.

Erst im Jahr 2006 kam dieses Kreuz nach Katzbach bzw. auf die Sandwiese. Josef Meier lies es vor Jahren restaurieren und vergolden und es stand noch bis vor kurzem in Rannersdorf bei Zillendorf. Die Im Stein eingehauenen Buchstaben N M 1902 zeugen vom Stifter des Kreuzes, nämlich Nicolaus Meier, der es 1902 errichten ließ. Vom Vornamen stammt auch der Hausname Nickl, der bis heute auf der Sandwiese erhalten geblieben ist. Weshalb das Kreuz in Rannersdorf errichtet wurde, ist leider unbekannt.

Das Kreuz am Arberblick

Gedenkkreuz aus dem Kirch- und Friedhof des ehemaligen Dorfes  Schüttwa, in der Nähe von Rondsberg jetzt Sitbor/Tschechien

Dem Arbeitskreis „Humanitäre Hilfe im Landkreis Cham“ ist bei einem Besuch des verkommenen Friedhofs des ehemaligen deutschen Dorfes Schüttwa  ein in den Zeiten des Kommunismus verwahrlostes, entwürdigtes und entweihtes Gedenkkreuz aufgefallen. Es entstand die Idee, es wieder zu restaurieren und es auf dem Arberblick zu installieren
Die Beschriftung am Sockel des Kreuzes „Jesus lebt“ weist auch nachdrücklich auf das Ostergeschehen hin, dass Leiden und Tod besiegt werden.
Klaus Rückerl, der leider im November 2009 durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, lebte nach diesem Spruch, war ein Mitstreiter, als es darum ging, dem Kreuz eine neue Bestimmung zu geben  und so ist das Kreuz auch zu seinem Gedenken. Die Künstlerin Patrizia Ederer aus Rannersdorf gab dem Keuz sein schönes heutiges Aussehen. Es wurde im September 2011 durch Josef Mühlbauer und seine Helfer aufgestellt und am 4. 9. 2011 durch Diakon Eiber feierlich eingeweiht.

Noch ein Marterl soll Erwähnung finden, das in den 70er Jahren verschwunden ist: An der Abbiegung Richtung Obernried beim Roßbauern Weiher (der Weiher existiert seit dem Bau des Radwanderweges im Jahr 2012 nicht mehr) stand  ein kleines Kreuz mit einem Muttergottesbildchen das mit dem Ausbau der Obenrieder Straße bzw. mit dem Auffüllen der landwirtschaftlichen Fläche nördlich der Abbiegung entfernt wurde. Auch hier ist leider nicht mehr bekannt, weshalb es aufgestellt wurde, es existiert leider auch keine Abbildung.

  

Ein grosses Holzkreuz wurde im Jahr 1967 auf dem Katlfelsen errichtet. Seinerzeit haben sich unter der Führung des Revierförsters Wenzel Hodl aus Geigant die Holzhauer Kreitinger Ernst, Geigant, Plötz Ernst, unterer Rosshof und Plötz Hans Gleissenberg zusammengetan und das Kreuz auf dem schönen Aussichtspunkt errichtet. Das Kreuz wird am Karfreitag 2013 unter der Regie von Josef Mühlbauer Katzbach neu errichtet, weil ein Querbalken des ursprünglichen Holzkreuzes inzwischen abgefault war.  Die Einweihung findet am 26. 5. 2013 um 14 Uhr statt. Bei der Restaurierung haben mitgeholfen: Egon Mühlbauer Geigant, Klaus Rückerl Geigant, Michael Ederer Katzbach, Josef Ederer Katzbach und Wolfgang Deml Geigant. Das Gipfelbuch, in das sich seit Jahrzehnten viele Wanderer eintragen, wird bei Josef Mühlbauer verwahrt. 

© by Josef Ederer Katzbach 33 Sept. 2011